Staatliche Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Sammlung Scharf Gerstenberg, Mythos und Massaker, Ernst Wilhelm Nay und André Masson, 8. Dezember 2023 bis 28. April 2024

Berlin, 22. September 2023

Die Ausstellung in der #Sammlung #Scharf #Gerstenberg widmet sich erstmals der künstlerischen Beziehung zwischen dem französischen Surrealisten André Masson und dem Berliner Ernst Wilhelm Nay, dessen Kunst im bundesrepublikanischen Deutschland der Nachkriegszeit zum Aushängeschild der abstrakten Moderne wurde.

1931 entstand André Massons (1896 bis 1987) großformatiges #Gemälde »Massaker«, das Ausgangspunkt der Ausstellung ist. Ein Jahr später wurde es von Christian Zervos großformatig in der Zeitschrift »Cahiers d’art« publiziert. Auf formaler Ebene weist dieses Bild sowie eine Reihe weiterer Gemälde und Zeichnungen von Masson aus derselben Zeit verblüffende Ähnlichkeiten mit Werken von Ernst Wilhelm Nay (1902 bis 1968) aus den 1940er Jahren auf. Inhaltlich nehmen Ernst Wilhelm Nay und André Masson, die einander persönlich nie begegnet sind, weitestgehend gegensätzliche Positionen ein: Während in den Werken Massons die Erinnerung an die Grauen des Ersten Weltkrieges im Vordergrund steht, entwirft der junge Soldat Nay eine mythologische Gegenwelt zur Katastrophe des Zweiten Weltkriegs. Der 1909 bis 1912 von Pablo #Picasso (1881 bis 1973) und Georges Braque (1882 bis 1963) entwickelte analytische Kubismus und das von den Surrealisten um André Breton Anfang der 1920er Jahre erst mals propagierte »Automatische Schreiben« (»écriture automatique«) waren Vorbild dieser neuen Formensprache. In den 1940er und 1950er Jahren wurde sie auch von Künstlern wie Asger Jorn (1914 bis 1973), Georg Meistermann (1911 bis 1990) oder Theodor Werner (1886 bis 1969) genutzt.

8. Dezember 2023 bis 28. April 2024, Sammlung Scharf Gerstenberg, Schloßstraße 70, 14059 Berlin Charlottenburg, dienstags bis freitags 10 bis 18 Uhr, samstags und sonntags 11 bis 18 Uhr, es werden insgesamt rund 70 Werken gezeigt, die Ausstellung wird kuratiert von Kyllikki Zacharias, Leiterin Sammlung Scharf Gerstenberg

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