#KWS #History: Stadtgeschichte – 1. Immobiliengemeinschaft und Standortgemeinschaft (ISG) in OWL in Gütersloh

#Gütersloh, Oktober 2013

Nach einem langen und intensiven Vorbereitungsprozess über die vergangenen 2 Jahre, freuen sich die Initiatoren Albrecht #Diekötter, Peter #Oesterhelweg und Bernd #Sperling vom Verein »ISG Mittlere Berliner Straße« über den Ablauf der Widerspruchsfrist und dem damit verbundenen Start in das Satzungsverfahren zur erst 4. gesetzlichen Immobilengemeinschaft und Standortgemeinschaft (ISG) in #NRW und ganz besonders über die Vorreiterrolle, die Gütersloh in diesem Thema jetzt in ganz #OWL eingenommen hat.

Die ersten Gespräche zu dem Projekt liegen schon einige Jahre zurück. In einem Workshop im Jahre 2009 hat die Gütersloh Marketing GmbH dieses Thema erstmalig der Politik, der Verwaltung und einigen Immobilieneigentümern und Einzelhändlern vorgestellt, um dieses sehr komplexe Thema den betroffenen Gruppen näher zu bringen. Ende 2011 bekam die Gütersloh Marketing GmbH dann den Auftrag von der Politik und den weiteren Gesellschaftern der GmbH, dieses Thema in Gütersloh aktiv und modellhaft zu begleiten. Mit Unterstützung des ISG Experten Frank Heinze von Heinze & Partner aus #Dortmund wurde in einem ersten Schritt analysiert, welche Straße oder Quartier sich am besten für ein solches Modellvorhaben in Gütersloh eignen könnte.

Nicht zuletzt durch die hohe Bereitschaft vieler privater Initiatoren zur aktiven und intensiven Mitarbeit in der »Mittleren Berliner Straße«, fiel die Wahl auf ebendieses Quartier. Es folgten für die Initiatoren, die Gütersloh Marketing GmbH und Herrn Heinze fast zwei Jahre mit sehr vielen inhaltlichen Gesprächen mit allen Eigentümern, mit Versammlungen, mit Erstellung von Maßnahmenkonzepten und Finanzierungskonzepten, mit Treffen zur Projektsteuerung und mit vielen Gesprächen mit der #Verwaltung und der #Politik, die beide den Prozess von Anfang an sehr positiv begleitet haben. Albrecht Diekötter als Vorreiter und Vorsitzender des Vereins spricht hierfür allen Beteiligten seinen Dank aus und macht deutlich, dass ein solcher Prozess ohne die professionelle Unterstützung einer Stadtmarketinggesellschaft unmöglich gewesen wäre.

400.000 bis 500.000 Euro werden die Immobilienbesitzer ab 2014 in den folgenden 5 Jahren in ihre Straße beziehungsweise ihre Immobiliengemeinschaft und Standortgemeinschaft investieren und diese Summe wird sich in Teilbereichen noch spürbar durch #Fördermittel des Landes aufstocken lassen, so Stadtplaner Dr. Michael Zirbel. Zu den nächsten Planungsschritten und Umsetzungsschritten sind natürlich alle Anlieger ausdrücklich eingeladen, mit zu diskutieren und auch mit zu entscheiden über den Einsatz ihres Geldes in ihrer Straße, ergänzt Peter Oesterhelweg aus dem Vorstand des Vereins, der auch Träger der ISG sein wird.

»Gütersloh Marketing« Geschäftsführer Jan Erik Weinekötter, der den Prozess von Anfang an federführend initiiert und begleitet hat, sieht in den ISGs, trotz aller gesetzlichen Hürden in NRW, ein sehr gutes und wichtiges Instrument um das freiwillige Engagement vieler Händler in Werbegemeinschaften zu ergänzen und somit zu einer verlässlichen und solidarisch verteilten Finanzierung von Aktivitäten zur Bewerbung und Attraktivitätssteigerung des Standortes beizutragen. Um es möglichen Nachahmern, die ausdrücklich erwünscht sind, leichter zu machen, hat die »Gütersloh Marketing GmbH« den gesamten Prozess dokumentiert und ein »ISG Handbuch« für Gütersloh erstellt, das es einer möglichen nächsten ISG in Gütersloh deutliche leichter machen wird. Auch die Initiatoren stehen natürlich gerne allen Interessenten zur Verfügung, um aus Ihren Erfahrungen zu berichten. Letztlich führt als dies dazu, dass der Standort Gütersloh insgesamt noch attraktiver und lebenswerter gestaltet wird.