Briefe für die Leser, Oktober 2011
#Gütersloh, Oktober 2011
Wenn Sie, Thomas Ostermann (#SPD),
meinen, man müsse über das #Radfahrverbot in der #Fußgängerzone nachdenken, weil man diejenigen, die jetzt schöben, schon damals nicht vom #Rad hätte bitten müssen, und diejenigen, die sich rücksichtslos mit dem Rad fortbewegten, es heute weiter täten, könnte man mit derselben Logik auch das #Mordverbot aufheben. Dass das #Radfahren in der Gütsler Fußgängerzone# erlaubt ist, ist ein überflüssiger Sonderweg. Es hat hier schon #Unfälle gegeben, die sich hätten vermeiden lassen. Es besteht überhaupt keine Notwendigkeit, das #Radfahren in der #Fußgängerzone zu erlauben. Im Gegenteil würde ein Radfahrverbot die Sicherheit erhöhen und erst dann hätte die Fußgängerzone ihren Namen überhaupt verdient.
Tja, #Bürgerhaushalt,
mit 108 Vorschlägen bist Du in diesem Jahr recht dürftig ausgefallen. Und viele der Vorschläge wurden auch doppelt und dreifach gemacht. Dass sich nur so wenige Gütsler an Dir beteiligt haben, gibt wirklich zu denken. Liegt’s an Dir? Oder liegt’s an den Gütslern? Teuer genug bist Du jedenfalls … man könnte Dich mit derselben Funktionalität auch kostenlos bei #Facebook stattfinden lassen. Und wer nun anmerkt, man lege Dich damit in private Hände: Dort liegst Du derzeit auch. In teuren Händen. Und dabei funktioniert die #Plattform noch nicht einmal richtig. Wir dürfen gespannt sein, was aus den diesjährigen Vorschlägen wird. Immerhin waren einige vielversprechende Ideen dabei …
Liebes #Geld,
Du bist auch im kommenden Jahr knapp. Sagt jedenfalls #Stadtkämmerin Christine Lang. Die #Finanzentwicklung lässt laut ihr keine Spielräume. So dürften sich also Spekulationen um einen #Stadthallenneubau erledigt haben. Immerhin dürfte es, so #Bürgermeisterin Maria Unger, auch im kommenden Jahr gelingen, beim Defizit unter der 5 Prozent Grenze zu bleiben und so ein Haushaltssicherungskonzept auch in Zukunft zu vermeiden. Aber ab 2013 wird es eng, sagt Maria Unger. Kein Anlass für Illusionen, keine Spielräume.
Hallo, Papst!
Da hast Du nun im #Bundestag geredet. Weltfremd erst das #Rednerpult verfehlt und dann Deinen Ruf als vermeintlicher #Intellektueller nicht untermauert. Dass sich eine #Ethik aus der #Natur ableiten ließe, dürfen wir wohl als schlechten Scherz auffassen. Und dass Deiner Meinung nach hinter allem sowieso Gott steckt, ist nichts Neues. Aber im Kern zu behaupten, das Christentum sei die Grundlage unserer heutigen #Rechtsstaatlichkeit, ist Geschichtsverfälschung. Sie wurde gegen den erbitterten Widerstand der Kirche und Deiner Vorgänger durchgesetzt. Nicht nur, dass der #Vatikan eine Wahlmonarchie ist, er hat auch – neben #Weißrussland – als einziger Staat in #Europa die Europäische Menschenrechtskonvention nicht ratifiziert. Weiterhin ließe sich aus einer rein positivistischen Naturanschauung, aus einer rein auf #Ursache und #Wirkung basierenden #Naturanschauung, kein Ethos ableiten. Das gelte ebenso für die #Vernunft. #Halleluja. Schonmal vom Begriff »Emergenz« gehört? Bitteschön!
Tolle Idee, Volker,
in Deinem #Altdeutschen #Hof eine #Speisekarte mit #Loriot Rezepten anzubieten. Vom »#Kosakenzipfel« bis zur »Kalbshaxe Florida« servierst Du die bekannten Gerichte. Auch den »Jäger im Reisrand« und das »Nilpferd in Burgunder«?
»Erfrischungen Fortenbacher« an der Carl Bertelsmann Straße/Ecke Verler Straße hast nun nach 55 Jahren zugemacht. Was haben wir nicht alles bei Dir … ähm … gekauft? Eigentlich nicht. Eigentlich kennen wir Dich nur vom Vorbeifahren … und von den zahlreichen #Philosophen, die Deine Kunden waren. Alles Gute.
Lieber Herr Westerbarkey,
wir haben an keiner Stelle geschrieben oder behauptet, die #Homöopathie sei unsinnig … im Gegenteil – sie ist derzeit praktisch die einzige Möglichkeit, #Placebos zu nutzen. Aufgrund der rechtlichen Lage wird praktisch kein Arzt sonstige Placebos verschreiben. Dass die Homöopathie unwissenschaftlich und in sich widersprüchlich ist, ist eine Tatsache. Es gibt kein »#Wassergedächtnis«. Es gibt keine Studien, die eine Wirksamkeit belegen – im Gegenteil belegen alle Studien, dass die Wirksamkeit nicht über den Placebo Effekt hinausgeht. Es mag anekdotische Wirksamkeitserlebnisse geben, die aber nichts beweisen. Wenn die Homöopathie funktioniert, ist die heutige #Physik grundlegend falsch. Hahnemanns Grundannahme des #Simile Prinzips (auf der die gesamte Homöopathie basiert) ist unwissenschaftlich und falsch – sein #Chinarindenexperiment ist nicht reproduzierbar, #Chinarinde löst weder #Fieber noch #fieberähnliche #Symptome aus. Es gibt keine »#geistartige« #Kraft, von der #Hahnemann ausging. Es gibt keine »#Miasmen« (Hahnemann wusste noch nichts von Viren und Bakterien). Homöopathie ist de jure unwirksam (sie gilt unter Umständen als #unterlassene #Hilfeleistung). Wenn die »#Potenzierung« funktionieren sollte (was sie nicht tut) müssten ab einer geringen Potenzierungsstufe (etwa D 6) die Verunreinigungen des #Lösungsmittels mitpotenziert werden und mithin stärker potenziert werden, als der gewünschte Wirkstoff. Diese Argumentation ließe sich lange fortsetzen – aber den Glauben an die Homöopathie wird sie offensichtlich kaum erschüttern … was jemand glaubt, steht jedem frei. Aber wer nun in diesem konkreten Fall des #VHS Kurses tatsächlich psychische Probleme hat und sich dann auf die Homöopathie verlässt, läuft Gefahr, seine Beschwerden zu verschleppen … diesem Irrglauben muss eindeutig ein Riegel vorgeschoben werden. Ihre Schlussäußerung, wir müssten uns nicht weiter unterhalten, können wir nicht nachvollziehen – zum einen müssen wir das tatsächlich nicht, zum anderen haben Sie ja bei uns angerufen …
Investoren,
warum habt Ihr kein Interesse am #Badesee in #Blankenhagen? Weil’s keine #Goldgrube zu werden verspricht? Seid doch nicht so kleinlich!
hast nicht nur einen komischen Namen (»Humania«? Wieso nicht »#Animalia«?), sondern kümmerst Dich auch noch um die #Einäscherung von #Haustieren. Vorbei also die Zeiten, in denen man den toten #Goldfisch einfach im Klo runterspülte oder den #Hamster im #Blumenbeet vergrub?
Wie, liebe Investoren,
lautet ein bekanntes Sprichwort? Nicht das Erzählte reicht, das Erreichte zählt! Und so gibt es regelmäßig brandaktuelle Neuheiten über die Bebauung des #Wellerdiek Areals und des #Kolbeplatzes. Warten wir’s erstmal ab … allmählich werden diese beiden Themen nämlich langweilig.
Und, liebe Investoren,
auch um den #Pavillon auf dem Berliner Platz wurde ja mehrfach viel Wind gemacht. Ein Blick auf den Platz zeigt jedoch: Da steht gar nichts. Jedenfalls kein Pavillon. Wenn jetzt nochmal jemand auf die Idee kommt, dort einen Pavillon bauen zu wollen, sollte er am besten nicht drüber sprechen. Sonst wird das Thema wie die Wellerdiek Bebauung oder der #Lückenschluss am Kolbeplatz auch langsam lächerlich …
#NOW #KWS #ROSA #OWL #GT #GGC #GOGREENCHALLENGE #VISITGÜTERSLOH #VISITGT #NIEWIEDERISTJETZT





























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