»Vollgepackt«, eine Ausstellung der Mercedes Benz Art Collection in Stuttgart, 10. Juli bis 1. August 2026
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Fotoserie von Alwin Maigler widmet sich ab 10. Juli 2026 türkisch deutschen Migrationsgeschichten
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Fotografische, literarische und dokumentarische Perspektiven eröffnen Einblicke auf das Thema #Arbeitsmigration
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Projekt der Mercedes Benz Art Collection unterstreicht das gesellschaftliche Engagement von Mercedes Benz für #Kultur und #Bildung
#Stuttgart, 23. Juni 2026
Mit der Ausstellung »#Vollgepackt« nähert sich die Mercedes‑Benz Art Collection Vorstellungen von Heimat, Identität und Zugehörigkeit an. Dabei nimmt die Fotoserie »Başardık«, die ab 10. Juli 2026 im Projektraum Kunstverein Wagenhalle ausgestellt wird, türkisch‑deutsche Migrationsgeschichten in den Fokus. Diese repräsentieren exemplarisch Millionen von Biografien, deren Lebenswege eng mit der Geschichte Deutschlands und dem wirtschaftlichen Wiederaufbau der Nachkriegszeit verbunden sind. Mit Vorfreude, Fernweh, Hoffnungen und Träumen, aber auch mit Sorgen, Enttäuschungen und Verlusten reisen viele der sogenannten »#Gastarbeiter« und ihre Nachfahren bis heute zwischen 2 Lebensmittelpunkten hin und her. Seit den Anwerbeabkommen ab Mitte der 1950er Jahre hat sich in vielen Familien über mehrere Generationen hinweg ein komplexes Gefühl von Zuhause entwickelt.
Grundlage der von Alina Grehl kuratierten Ausstellung »Vollgepackt« ist eine 22 Fotografien umfassende Auftragsarbeit von Alwin Maigler. Diese entstand für die Mercedes Benz Art Collection und in Kooperation mit dem Turkish Employee Network – einem Netzwerk von Mitarbeiterb des Unternehmens. Dafür reiste der Künstler im Sommer 2024 in einem historischen Mercedes Benz 230 C, das #Coupé aus der Baureihe 123, von 1977 entlang des sogenannten »Heimatwegs«. Dieser bezeichnet die Autoreiseroute vieler Arbeitsmigranten zwischen 2 Heimaten. Auf seinem Weg von Deutschland in die #Türkei und zurück dokumentierte Maigler eindrucksvolle Begegnungen mit Menschen, Orten und deren Geschichten.
»Mit ›Vollgepackt‹ macht die Mercedes Benz Art Collection ein wichtiges Kapitel unserer Geschichte sichtbar: den Beitrag der sogenannten ›Gastarbeiter‹ zum Erfolg unseres Unternehmens. Ihre Lebenswege haben Mercedes Benz mitgeprägt – unsere Kultur und unsere Identität. Zugleich rückt die Ausstellung Fragen von Zugehörigkeit in den Mittelpunkt, die viele Menschen bis heute bewegen. Dieses besondere Projekt zeigt einmal mehr, wie wichtig Perspektivwechsel sind – und genau diese macht unsere Kunstsammlung seit fast 50 Jahren möglich.«
Olaf Schick, Vorstandsmitglied der Mercedes Benz Group AG für #Integrität, #Governance und #Nachhaltigkeit
Ergänzt werden die Fotografien von Texten der Journalistin und Literatin Merve Kayıkçı, deren türkischer Großvater 30 Jahre als sogenannter »Gastarbeiter« in der Nähe von Stuttgart in einer Produktion arbeitete. In Form eines fiktiven Reisetagebuchs folgt sie dem »Heimatweg« und reflektiert Fragen nach #Identität, #Herkunft und familiärer #Vergangenheit. Durch die Verbindung individueller Beobachtungen mit kollektiven Erinnerungen macht Kayıkçı deren Komplexität deutlich.
Zudem erweitern Videointerviews die Ausstellung. Darin spricht der Leiter des Turkish Employee Networks, Coşkun Yasa, mit derzeitigen und ehemaligen Mitarbeitenden von Mercedes‑Benz, die einen biografischen Bezug zur Geschichte der Arbeitsmigration haben. Die Unterhaltungen thematisieren unter anderem Arbeit und Alltag, Familie, kulturelle Mehrfachzugehörigkeit sowie persönliche Erinnerungen.
Mit ihren unterschiedlichen Zugängen eröffnet »Vollgepackt« vielstimmige Perspektiven. Auch wenn der Fokus exemplarisch auf türkisch‑deutschen Migrationserfahrungen liegt, steht das Projekt stellvertretend für Arbeitsmigranten vieler Herkunftsländer, die wesentlich zum wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Erfolg Deutschlands beigetragen haben – und weiterhin beitragen.
Eine fotografische Reise durch persönliche und kollektive Erinnerungen, Identität und #Heimat
Das Motiv »İbrahim« ist charakteristisch für zahlreiche Arbeiten der Serie »Başardık«, da alle Fotografien im Kontext von vorbereitenden Kontaktaufnahmen, persönlichen Begegnungen, intensiven Gesprächen und eindrücklichen Situationen entstanden sind. Diese hielt der Fotograf Alwin Maigler spontan und so authentisch wie möglich fest. »İbrahim« fängt einen besonderen Moment der Wiederbegegnung ein: der 93 jährige İbrahim sitzt am Steuer des Mercedes Benz 230 C (C 123) in Izmir. Er arbeitete in den 1960er Jahren und 1970er Jahren für Mercedes Benz und war auch an der Produktion eben dieses Modells beteiligt. Die sanfte und fachmännische Prüfung des Interieurs und der lächelnde Gesichtsausdruck lassen erahnen, dass hier Erinnerungen geweckt werden.
Auch die Fotografien der »Kindlichen Perspektive« rufen Assoziationen hervor: Sie zeigen den Blick aus dem Fenster vom Rücksitz des historischen Fahrzeugs. Eine Sicht, die viele Arbeitsmigranten mit den langen Fahrten aus ihrer Kindheit verbinden und immer wieder als prägende Erfahrung nennen. Durch den auflösenden Effekt der langen Belichtungszeit bringt Alwin Maigler zum Ausdruck, wie die scheinbar endlosen Kilometer zwischen den 2 Heimaten in der Wahrnehmung verschwimmen. Die Aufnahmen bilden zugleich eine universelle Erfahrung ab, die Generationen von Menschen in ihrer Kindheit erlebten und erleben – egal ob innerhalb oder außerhalb des Kontexts der sogenannten »Gastarbeitergeschichte«.
»Wegweiser« fängt einen vertrauten Moment einer jeden Autoreise ein: Den Augenblick, in dem die vorausliegende Straße und die sich stetig verändernde Landschaft ein besonderes Gefühl von Erwartung und Vorfreude auf das Reiseziel wecken. Der Mercedes‑Stern auf der Motorhaube wirkt wie ein Kompass oder als richtungsweisendes Orientierungselement.
Auf seiner etwa 6.000 Kilometer langen Reise durchquerte der Künstler 11 Länder und begegnete einer Vielzahl von Menschen. Vor jeder Weiterfahrt führten sie einen Brauch durch, der in der #Fotografie »su dökmek – Istanbul« zu sehen ist: Angehörige oder Freunde gossen #Wasser hinter das #Auto oder auf das #Heck. Damit wünscht man den Fahrern eine widerstandlose und sichere Fahrt. Diese traditionelle Geste der Fürsorge nimmt bis heute in einigen Kulturkreisen einen wichtigen Stellenwert auf der Reise zwischen 2 Heimaten ein.
In der Fotoserie und der Ausstellung wird ein vielschichtiges Gefühl von Heimat behandelt. Speisen und Getränke können ein Gefühl von Zuhause bedeuten. Dies veranschaulicht die Aufnahme »Käßspätzle am Bosporus«, in der das typisch schwäbische Gericht zusammen mit #Bier und #Çay, dem türkischen #Tee, ein #Essen in der Mittagssonne bildet. Die Fotografie verweist mit dieser alltäglichen Szene auf die Situation vieler sogenannter »Gastarbeiter« und ihrer Nachfahren, die sich zwei Kulturen zugehörig fühlen. Auch das Brückenmotiv im Hintergrund lässt sich sinnbildlich als verbindendes Element zweier Seiten lesen. Nicht zuletzt sind es die Arbeitsmigranten selbst, die als Brückenbauer fungieren. Durch sie wird Wissen ausgetauscht und kulturelle Vielfalt gelebt.
Rahmenprogramm
Um einen umfassenden Dialog zu schaffen und die Kernthemen der Ausstellung zu erweitern, wird das Ausstellungsprojekt von einem vielseitigen Rahmenprogramm begleitet.
Eröffnung mit Olaf Schick, Vorstandsmitglied der Mercedes Benz Group AG für Integrität, Governance und Nachhaltigkeit, und Ergun Lümali, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Mercedes Benz Group AG, (öffentlich).
9. Juli 2026, ab 18.30 Uhr
Konzert organisiert von Studenten der #Universität #Stuttgart im Fach #Kunstgeschichte.
10. Juli 2026, 19 bis 21 Uhr
Matineeveranstaltung mit der Staatsoper Stuttgart – Panelgespräch mit Julia Schmitt (Dramaturgin, Staatsoper Stuttgart), Goran Juric (Sänger, Staatsoper Stuttgart) und Alwin Maigler (Künstler der Ausstellung »Vollgepackt«).
12. Juli 2026, 11 bis 12.30 Uhr
Panelgespräch mit Anna Koktsidou, ehemalige Beauftragte für Vielfalt und Integration des #SWR, José F. A. Oliver, Lyriker und Essayist, und Luka Babic, Doktorand der Universität Tübingen, Moderation: Vatan Ukaj, Demokratietrainer, Gründer von »WERTansich(t)« und Politikwissenschaftler.
15. Juli 2026, 18.30 bis 19.45 Uhr
Artist und Travel Talk mit Alwin Maigler, Künstler der Ausstellung, und Constantin Schiller, Fotograf und Reisebegleiter.
18. Juli 2026, 17 bis 18 Uhr
Vortrag von Thordis Kokot, M. A., M. Ed., Doktorandin der LMU München.
22. Juli 2026, 18.30 bis 19.30 Uhr
Sonderführung mit Alwin Maigler, Künstler der Ausstellung, und Merve Kayıkçı, Journalistin und Literatin.
23. Juli 2026, 18 bis 19 Uhr
Dialogische Lesung mit Nejdet Niflioglu, Gründer des Turkish Employee Networks – einem Netzwerk von Mitarbeitenden der Mercedes Benz Group AG.
24. Juli 2026, 17.30 bis 19 Uhr
Kuratorinnenführung mit Alina Grehl.
26. Juli 2026, 15 bis 16 Uhr
#Lesung organisiert von Studenten der Universität Stuttgart im Fach Kunstgeschichte.
28. Juli 2026, 18.30 bis 19.30 Uhr
Kuratorinnenführung mit Alina Grehl.
31. Juli 2026, 18.30 bis 19.30 Uhr
Alle Veranstaltungen sind für Teilnehmer ab 12 Jahren empfohlen. Sonderführungen für Schulklassen sind auf Anfrage auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich. Weitere Informationen zu den Veranstaltungen des Rahmenprogramms gibt’s online 🔗 …
Die Mercedes Benz Art Collection
Die Mercedes Benz Art Collection wurde 1977 gegründet und zählt heute zu den bedeutenden europäischen Unternehmenssammlungen mit musealer Qualität und internationalem Renommee. Zur Sammlung gehören rund 30 Werke von mehr als 800 Künstlern – darunter so weltbekannte wie Cao Fei, Keith Haring, Alicja Kwade, Charlotte Posenenske, Oskar Schlemmer, Franz Erhard Walther oder Andy Warhol. Die Art Collection konzentriert sich auf abstrakt konstruktive Bildkonzepte, kritisch engagierte Kunst sowie repräsentative Werke und Auftragsarbeiten zu Themen wie Automobilität, Design oder Konstruktion. Sie verkörpert das breit angelegte gesellschaftliche Engagement von Mercedes Benz für Kultur und Bildung. Mit der Kunstsammlung will das Unternehmen einen erkennbaren Nutzen für das Gemeinwohl stiften.
Mit Ausstellungen der Werke im Unternehmen und in internationalen Museen (zum Beispiel Los Angeles, #London, #Johannesburg, #Bilbao und #Tokio) ermöglicht die Mercedes Benz Art Collection einem breiten Publikum die Begegnung mit der Sammlung. Sie legt großen Wert auf den Erwerb junger Kunst, um so zu einer verantwortungsvollen Förderpolitik für junge Künstler beizutragen. Darüber hinaus engagiert sie sich stark für #Diversität: Die Sammlungspraxis der Art Collection ist konsequent auf die Förderung internationaler Künstler und die Vielseitigkeit der Kulturen, Orientierungen und Anschauungen ausgerichtet. Mehr 🔗 …
Mercedes‑Benz Jubiläumsjahr »140 Jahre Innovation«
Seit Carl Benz vor 140 Jahren das Patent für das erste Automobil angemeldet hat und Gottlieb Daimler kurz darauf die Motorkutsche baute, hat sich Mercedes‑Benz der stetigen Innovation verschrieben, um die begehrenswertesten Autos der Welt für seine Kunden zu bauen. Dieser Anspruch hat jede Innovation vorangetrieben – vom ersten Automobil der Welt im Jahr 1886 bis hin zu den intelligenten und sicheren aktuellen #Elektrofahrzeugen, wie dem neuen #GLC und dem preisgekrönten neuen #CLA. Mit der neuen S‑Klasse setzt das Unternehmen die größte Modelloffensive seiner Unternehmensgeschichte fort. Mit Leidenschaft für Leistung und Pioniergeist, Exzellenz und konsequenter Kundenorientierung hat die Marke mit dem Stern stets die Zukunft der Mobilität geprägt. Das Ergebnis geht weit über technische Errungenschaften hinaus es schafft das unverwechselbare Gefühl, für das Mercedes‑Benz in seinem ganzen Wirken steht: Welcome home.
Mercedes‑Benz feiert 140 Jahre Innovation und schickt drei neue S‑Klasse Limousinen auf eine transkontinentale Reise zu 140 Zielen weltweit. Jeder Ort stellt die Technologie, das Erbe, den Pioniergeist und die weltweite Präsenz der Marke heraus. Unterwegs können Kunden, Fans sowie Kollegen an den Feierlichkeiten teilhaben – auf einer epischen Reise, die bis Oktober dauert. Verfolgen Sie die »140 Years. 140 Places« Tour über 6 Kontinente in unserem »140 Jahre Innovation | Mercedes‑Benz Media« Special sowie in der Mercedes‑Benz Community.
10. Juli bis 1. August 2026, Projektraum Kunstverein Wagenhalle, Innerer Nordbahnhof 1, 70191 Stuttgart, dienstags bis freitags 16 bis 19 Uhr, samstags und sonntags 14 bis 17 Uhr, kostenfreier Eintritt, alle Ausstellungstexte sind in deutscher, englischer und türkischer Sprache in begleitenden Booklets verfügbar …
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