»Auf zu neuen Ufern« – Museum für Antike Schifffahrt in Mainz eröffnet wieder

#Mainz, 12. September 2026

Das Museum für Antike Schifffahrt des Leibniz Zentrums für Archäologie (#LEIZA) in Mainz öffnet am 7. März 2027 nach umfassender Sanierung und inhaltlicher Neuausrichtung wieder seine Türen. »Auf zu neuen Ufern« begleitet Menschen auf ihrer Reise: vom Aufbruch über das Unterwegssein bis zum Ankommen in der Fremde. Dabei erzählt die #Ausstellung von #Handel und #Austausch, von #Mut und #Hoffnung, aber auch von Herausforderungen und neuen Begegnungen.

Mit einer frischen Präsentation richtet das neue Museum für Antike Schifffahrt den Blick nicht nur auf den Schiffbau, sondern vor allem auf die Menschen, Waren und Ideen, die mit Schiffen auf Flüssen und Meeren neue Ufer erreichten. So wird die Rolle der antiken Schifffahrt als Motor für weitreichenden Austausch, den Ausbau von Infrastrukturen, Innovation und Weltläufigkeit erfahrbar. Dieser Fokus eröffnet Bezüge zu aktuellen gesellschaftlichen Fragen rund um Mobilität und Globalisierung.

»Mit der Neugestaltung des Museums für Antike Schifffahrt stellen wir unsere einzigartigen Sammlungsobjekte in einen größeren Zusammenhang und zeigen, welche unterschiedlichen Motivationen dazu führten und noch immer führen, dass Menschen sich weltweit in Bewegung setzen. Die #Besucher werden auch erfahren können, wie eng Mobilität, Wirtschaft und kultureller Austausch bereits in der Antike miteinander verbunden waren, wie dies bis heute nachwirkt und welche Erkenntnisse wir hieraus für unsere Gegenwart ziehen können«, erläutert die Generaldirektorin des LEIZA, Univ. Prof. Dr. Alexandra W. Busch. »Wir freuen uns darauf, den Mainzern und allen Interessierten ab 7. März 2027 das Museum nun mit einer modernen Ausstellung zu präsentieren, die dazu einlädt, neue Perspektiven auf ein Thema zu entdecken, das aktueller nicht sein könnte.«

Modernisiert wurde die neue Ausstellung mit Mitteln von Bund und dem Land Rheinland Pfalz aus dem Aktionsplan Forschungsmuseen 2 der Leibniz Gemeinschaft in Höhe von einer Million Euro. Mit 30.000 Euro unterstützt die Stadt Mainz das #Museum jährlich.

Neue Ausstellung mit zeitgemäßem Vermittlungskonzept

Herzstücke der Ausstellung bleiben die #Schiffswracks, die Anfang der 1980er Jahre bei #Bauarbeiten am Mainzer #Rheinufer entdeckt wurden, und die beiden rund 20 Meter langen Nachbauten. Ergänzt werden sie durch weitere Originalfunde, detailgetreue Repliken und Modelle antiker Schiffe. Im Zusammenspiel mit dem modernen Vermittlungsansatz, der Angebote für #Kinder umfasst, zeigen sich die unterschiedlichen Facetten antiker #Mobilität.

»Unsere neue Dauerausstellung soll Kopf und Herz gleichermaßen ansprechen und uns vor Augen führen, wie die Schifffahrt die antike Welt zusammengebunden hat – und was das für die Menschen bedeutete«, berichtet Dr. Henriette Baron, Leiterin des Arbeitsbereichs »Ausstellung und Bildung« des LEIZA. »So lernen unsere Besucher zum Beispiel die verschlungenen Lebensläufe der Flottensoldaten kennen und erfahren, welche Gefahren die #Seefahrt mit sich brachte. Mit dem neuen Konzept, das anschauliche Inszenierungen, spielerische Interaktionen, digitale Vertiefungsangebote und erweiterte Barrierefreiheit vorsieht, schaffen wir vielfältige Zugänge zu den Ausstellungsthemen.«

Die Ausstellung kann in einem Rundgang erkundet werden. Den gedanklichen Einstieg bildet ein Prolog zu den unterschiedlichen Motivationen, sich in der Welt zu bewegen.

Während sich das erste Thema besonders der #Handelsschifffahrt und dem #Seekrieg widmet, geht es im zweiten Thema um die daraus resultierenden Infrastrukturen und ihre Sicherung. Hier stehen Häfen, Verkehrswege, Regelwerke und Kontrollmechanismen im Blickpunkt. Das 3. Thema veranschaulicht die Erweiterung des Horizonts und die Verschmelzung von Kulturen als Folgen der Mobilität. Die Ausstellung endet mit einem Epilog, in dem die Brücke zur Gegenwart geschlagen wird und die Besucher eingeladen werden, sich zu positionieren.

Museum für Antike Schifffahrt, Neutorstraße 2 b, 55116 Mainz, September bis Mai dienstags bis sonntags 10 bis 17 Uhr, donnerstags 10 bis 21 Uhr, Juni bis August dienstags bis freitags 9 bis 14 Uhr, samstags und sonntags 10 bis 14 Uhr, der reguläre Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt für Studenten, Senioren und Menschen mit entsprechendem Nachweis 6 Euro, #Kinder und #Jugendliche unter 18 haben freien Eintritt, an jedem ersten Samstag im Monat wird der Eintritt für alle Besucher frei sein, da wir diesen an den kostenfreien Mainzer #Nahverkehr »0 Euro Samstag« koppeln, mehr 🔗 …

Leibniz Zentrum für Archäologie (LEIZA)

Das LEIZA erforscht als Leibniz Forschungsinstitut und museum für Archäologie den Menschen und seine Entwicklung auf Basis materieller Hinterlassenschaften aus 3 Millionen Jahren zeitübergreifend und raumübergreifend. Die daraus gewonnenen grundlegenden Erkenntnisse verhelfen zum besseren Verständnis menschlichen Verhaltens und Handelns und der Entwicklung von Gesellschaften. Damit bereichert das LEIZA das Wissen zum Menschen um die archäologische Perspektive und schafft wesentliche Grundlagen für die Reflexion der Gegenwart und die Gestaltung der Zukunft. Mit der Archäologie versteht das LEIZA den Menschen in den Zusammenhängen und teilt die gewonnenen Erkenntnisse im internationalen Dialog. Das LEIZA ist weltweit tätig und betreibt bislang erfolgreich und umfassend Forschungen in verschiedenen Regionen Afrikas, Asiens und Europas. Die einzigartige Konzentration archäologischer, naturwissenschaftlicher, restauratorischer und informationstechnologischer Kompetenzen verbunden mit bedeutenden Werkstätten, Laboren und Archiven erlaubt es dabei, objektorientierte Forschung zur Archäologie der Alten Welt (#Asien, #Afrika, #Europa) von den Anfängen der Menschheitsgeschichte bis in die Neuzeit zu betreiben. Als eines von acht Forschungsmuseen der Leibniz Gemeinschaft verbindet das LEIZA exzellente Wissenschaft mit Ausstellungen und ist mit seinem Bildungsauftrag gleichzeitig ein Ort des Dialoges mit der Öffentlichkeit.

Bis zur Umbenennung zum 1. Januar 2023 war das LEIZA international bekannt als Römisch Germanisches Zentralmuseum (#RGZM) und wurde im Jahr 1852 auf Beschluss der deutschen #Geschichtsvereine und #Altertumsvereine in Mainz gegründet. Seit 2024 ist das LEIZA an insgesamt vier Standorten in Deutschland vertreten: #Mainz, #Neuwied, #Mayen und #Schleswig. mehr 🔗 …

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